{"id":2089,"date":"2019-04-30T14:37:23","date_gmt":"2019-04-30T12:37:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/?p=2089"},"modified":"2019-04-30T14:37:23","modified_gmt":"2019-04-30T12:37:23","slug":"bildwoerterbuch-fuer-kinder-und-eltern-hebraeisch-deutsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/bildwoerterbuch-fuer-kinder-und-eltern-hebraeisch-deutsch\/","title":{"rendered":"Bildw\u00f6rterbuch f\u00fcr Kinder und Eltern &#8211; Hebr\u00e4isch \/ Deutsch"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 10pt;\">Igor Jourist (Hrsg.), Jourist Verlag, Hamburg 2018<\/span><\/p>\n<p><span><strong>Klappentext:<\/strong><br \/>\nHebr\u00e4isch! Eine wirklich spannende Angelegenheit&#8230;<br \/>\nLiebe Kinder, liebe Erwachsene,<br \/>\nes muss einmal gesagt werden: Theodor Herzl hatte nicht recht.<br \/>\nNat\u00fcrlich war es richtig, ein M\u00e4rchen wahr werden zu lassen. Und genauso richtig war es deshalb auch, alle Kr\u00e4fte in Bewegung zu setzen, damit Juden endlich ihr eigenes Land bekommen sollten, Israel sein Name, \u201eEretz Israel\u201c, der Ort, an dem sich seit 1948 alle Juden zuhause f\u00fchlen d\u00fcrfen. Ziemlich falsch lag Theodor Herzl dagegen mit einer Notiz in seinem Tagebuch aus dem Jahr 1895, in der er dar\u00fcber sinnierte, welche Sprache man in diesem neuen Land sprechen sollte. Etwa Hebr\u00e4isch? \u201eNein\u201c, entschied Theodor Herzl und schrieb emp\u00f6rt: \u201eWir k\u00f6nnen doch nicht hebr\u00e4isch miteinander reden. Wer von uns wei\u00df Hebr\u00e4isch genug, um in dieser Sprache ein Bahnbillet zu verlangen?\u201c<\/span><\/p>\n<p><span>Oh, Theodor! Da hast du wohl nicht mit uns gerechnet, mit uns und unserem neuen Hebr\u00e4isch &#8211; Deutsch Bildw\u00f6rterbuch unterm Arm! Aber was bitte, lieber Theodor, ist ein Bahnbillet? Dieses Bildw\u00f6rterbuch hat etwas von einem bunten Planeten, den es zu entdecken gilt. Man l\u00e4sst die Augen \u00fcber die Seiten wandern und bedient sich mit W\u00f6rtern. Je mehr man davon in seinen Koffer packt, umso gr\u00f6\u00dfer die Vorfreude auf die n\u00e4chste oder erste Reise nach Israel. Ja, Israel ist ein wahr gewordenes M\u00e4rchen. Aber auch die hebr\u00e4ische Sprache hat etwas M\u00e4rchenhaftes. Die Tatsache, dass man sich mit ihr sowohl \u00fcber ein verloren gegangenes Schr\u00e4ubchen eines Computergeh\u00e4uses als auch \u00fcber den Liebeskummer eines kleinen, dicken Ritters unterhalten kann, grenzt an ein Wunder. Das Hebr\u00e4isch, das wir heute in Israel sprechen, ist sehr eng mit der Geschichte dieses noch jungen Landes verbunden. Iwrit, Hebr\u00e4isch auf Hebr\u00e4isch, ist seine \u201eLandessprache\u201c, wiedergeboren wie ein \u201ePhoenix aus der Asche\u201c f\u00fcr die Menschen der Moderne. Wiedergeboren? Auch die Sprache der Torah, der Bibel, ist ja das Hebr\u00e4ische (bis auf ein paar aram\u00e4ische Einsprengsel), das Althebr\u00e4ische, wie wir heute sagen. Juden hatten es sich wahrscheinlich mit ihrer Ankunft im Land Kanaan angeeignet. Danach erlebte die Sprache ihre Aufs und Abs, und mit der neuen Zeitrechnung dann, also so um das Jahr Null herum, erf\u00fcllte sie eigentlich nicht mehr die Funktion einer Sprache f\u00fcr den Alltag, sondern diente eher dem hochgeistigen Austausch der Gelehrten und Gl\u00e4ubigen. Dann kam Eliezer Ben-Jehuda (1858 &#8211; 1922), der Held des Neuhebr\u00e4ischen! Na ja, bis dahin hatten w\u00e4hrend der sogenannten Aufkl\u00e4rung, der Haskala, nat\u00fcrlich auch schon andere recht gute Vorarbeit geleistet und am Althebr\u00e4ischen herumgefeilt, damit man es als moderne Sprache benutzen konnte. Vor allem waren es sp\u00e4ter auch die Einwanderer der Zweiten Alija (1904 &#8211; 1914), die dem Land und der Sprache viel gebracht haben. Aber trotzdem: Eliezer Ben-Jehuda ist schon jemand sehr Bemerkenswertes gewesen. Als er 1881 von Russland kommend Pal\u00e4stina erreicht hatte, betrat er das neue Land mit dem Vorsatz, nur noch Hebr\u00e4isch zu sprechen. Auch seiner Familie erlaubte er nichts anderes als \u201eIwrit\u201c.\u00a0 Vielleicht lernte sein S\u00f6hnchen Ben-Zion deshalb erst mit vier Jahren das Sprechen&#8230;\u00a0 Wenn Ben-Jehuda zu faul war, sich eine Tasse Tee zu holen, deutete er wild um sich und sagte zu seiner Frau (selbstverst\u00e4ndlich auf Hebr\u00e4isch!): \u201eHol\u2018 das, tu das rein und bring mir das dann hier her.\u201c \u201eToda\u201c &#8211; \u201eDanke\u201c &#8211; hat er hoffentlich auch noch gesagt.\u00a0 Sp\u00e4ter hat Ben-Jehuda dann begonnen, ein umfassendes W\u00f6rterbuch des Neu- und Althebr\u00e4ischen zu schreiben. Fertig geworden ist er damit leider nicht mehr. Aber es gab andere, die daf\u00fcr gesorgt haben, dass es im Jahr 1959 endlich abgeschlossen werden konnte. Das W\u00f6rterbuch besteht aus sage und schreibe 17 B\u00e4nden, mit eng bedruckten und schwer zu lesenden Seiten.Wie gut haben wir es da mit unserem Hebr\u00e4isch &#8211; Deutsch Bilderw\u00f6rterbuch!<\/p>\n<p>Katrin Diehl<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Igor Jourist (Hrsg.), Jourist Verlag, Hamburg 2018 Klappentext: Hebr\u00e4isch! Eine wirklich spannende Angelegenheit&#8230; Liebe Kinder, liebe Erwachsene, es muss einmal gesagt werden: Theodor Herzl hatte nicht recht. Nat\u00fcrlich war es richtig, ein M\u00e4rchen wahr werden zu lassen. 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