{"id":3446,"date":"2022-04-24T16:47:41","date_gmt":"2022-04-24T14:47:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/?p=3446"},"modified":"2022-04-24T16:47:41","modified_gmt":"2022-04-24T14:47:41","slug":"tams-reise-durch-die-juedische-maerchenwelt-fuenfundzwanzig-kindermaerchen-nach-juedisch-volkstuemlichen-motiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/tams-reise-durch-die-juedische-maerchenwelt-fuenfundzwanzig-kindermaerchen-nach-juedisch-volkstuemlichen-motiven\/","title":{"rendered":"Tams Reise durch die j\u00fcdische M\u00e4rchenwelt, f\u00fcnfundzwanzig Kinderm\u00e4rchen nach j\u00fcdisch-volkst\u00fcmlichen Motiven"},"content":{"rendered":"\n<p>Siegfried Abeles, <em>Gans Verlag, Berlin 2022<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&nbsp;Zum Verlag:<\/em><em> Der \u201eGans Verlag\u201c wurde 2016 in Berlin gegr\u00fcndet und erinnert mit seinem Namen an den Juristen Eduard Gans (1797-1839), Mitbegr\u00fcnder des \u201eVerein f\u00fcr Cultur und Wissenschaft der Juden\u201c, 2020 er\u00f6ffnete der Verlag eine Reihe \u201eHistorische Kinder- und Jugendb\u00fccher j\u00fcdisch-deutschsprachiger Autorinnen und Autoren\u201c&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Verlagstext (mit interessanten Informationen zum Buch und einem Kommentar der Kennerin der j\u00fcdischen wie j\u00fcdisch-deutschen Kinder- und Jugendbuchszene schlechthin &#8211; Gabriele von Glasenapp): &nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zum Inhalt:<\/em><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>H\u00e4tte nicht Herr Kikeriki ihm die Richtung gewiesen, der Wurm Schamir ihm durch die Berge geholfen und der gro\u00dfe Wal ihm den fliegenden Teppich geliehen, dann w\u00e4re der kleine Tam nie in sein Land gekommen, wo Milch und Honig flie\u00dfen. Dort angekommen, nimmt ihn der gute Bauer Jehuda bei sich auf und wird ihm nun allabendlich die sch\u00f6nsten j\u00fcdischen M\u00e4rchen erz\u00e4hlen: von den jungen Arbeitern vom Turmbau zu Babel, die sich zwar nicht mehr mit Worten verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen, sich aber dennoch verstehen und gegenseitig helfen \u2013 von der von Ungerechtigkeit durchdrungenen Gesellschaft in Sodom und was dagegen helfen kann \u2013 von Rollifahrer Josefs Absturz in fremde Unterwelten und wie er schlie\u00dflich Rambam begegnet und der ihn kuriert \u2013 und von der fr\u00f6hlichen Dina, die durch den Wald l\u00e4uft, sich verletzt und in gro\u00dfe Gefahr ger\u00e4t aber von ihrer Mutter gerettet wird, w\u00e4hrend ihr Vater von allem nichts mitbekommt \u2013 und viele weitere M\u00e4rchen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Aus dem Nachwort von Gabriele von Glasenapp:<\/em><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zu den Werken, die durch den Nationalsozialismus in Vergessenheit geraten sind und durch die Neuausgabe wieder ins Bewusstsein ger\u00fcckt werden, z\u00e4hlt auch die M\u00e4rchensammlung \u201eTams Reise durch die j\u00fcdische M\u00e4rchenwelt\u201c des Wiener P\u00e4dagogen, Lehrers und Schriftstellers Siegfried Abeles. (\u2026) J\u00fcdische Vergangenheit und zionistische Zukunft verbinden sich in Abeles\u2019 M\u00e4rchenzyklus zu einer untrennbaren Einheit. Es ist nicht zuletzt diese Gestaltung des Modernen auf der Basis des Alten \u2013 von Abeles in seinem M\u00e4rchenzyklus mit einer Vielzahl von Bildern immer wieder aufs Neue erz\u00e4hlt \u2013, die auf entscheidende Weise zum innovativen und indirekt vielleicht auch zum politischen Charakter dieser Sammlung beigetragen hat.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00dcber den Autor Siegfried Abeles:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Siegfried Abeles wurde 1884 in Wien geboren und war seit 1910 Lehrer an einer j\u00fcdischen Schule f\u00fcr geistig behinderte Kinder und w\u00e4hrend des Krieges in einem Heim f\u00fcr Kriegsblinde. Im Zuge dieser Arbeit ver\u00f6ffentlicht er Aufs\u00e4tze \u00fcber hebr\u00e4ische Blindenschriftsysteme. Im Jahr 1919 wurde er Inspektor der Heimst\u00e4tten und Kinderg\u00e4rten und publiziert Aufs\u00e4tze \u00fcber p\u00e4dagogische und soziale Fragen. 1922 erscheint sein erstes Kinderbuch \u201eTams Reise durch die j\u00fcdische M\u00e4rchenwelt\u201c. 1923 bringt Abeles Frau Sabine den gemeinsamen Sohn Norbert zur Welt. Abeles wird Mitarbeiter der Zeitschrift \u201eMenorah\u201c, deren Kinderseiten er gestaltet, zum Teil unter dem Pseudonym Onkel Ben Nathan. 1933 wird er Herausgeber und Verleger f\u00fcr das Periodikum \u201eBenjamin \u2013 Zeitung f\u00fcr das j\u00fcdische Kind\u201c, das allerdings noch im selben Jahr sein Erscheinen wieder einstellen muss. Als Beauftragter der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde ist er in den folgenden Jahren f\u00fcr die Belange der deutsch-j\u00fcdischen Emigranten und der Staatenlosen zust\u00e4ndig, die nach der Macht\u00fcbertragung 1933 in zunehmend gr\u00f6\u00dferer Zahl nach \u00d6sterreich gelangen. Im Alter von nur 53 Jahren kommt Siegfried Abeles am 1. Juli 1937 in Wien durch Selbstmord ums Leben. Siegfried Abeles\u2019 Witwe, Sabine Griffels, wurde im Mai 1942 nach Wei\u00dfrussland deportiert<\/em><em>und dort ermordet. Norbert Abeles konnte 1938 mit einem Kindertransport nach England entkommen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Siegfried Abeles, Gans Verlag, Berlin 2022 &nbsp;Zum Verlag: Der \u201eGans Verlag\u201c wurde 2016 in Berlin gegr\u00fcndet und erinnert mit seinem Namen an den Juristen Eduard Gans (1797-1839), Mitbegr\u00fcnder des \u201eVerein f\u00fcr Cultur und Wissenschaft der Juden\u201c, 2020 er\u00f6ffnete der Verlag eine Reihe \u201eHistorische Kinder- und Jugendb\u00fccher j\u00fcdisch-deutschsprachiger Autorinnen und Autoren\u201c&nbsp; Verlagstext (mit interessanten Informationen zum [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":3404,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3446","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3446","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3446"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3446\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3447,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3446\/revisions\/3447"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3404"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3446"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3446"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.brodtfoundation.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3446"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}