Kami Maltz kommt

Für Mai 2022 ist eine mehrtägige Konzert- und Diskussionsreihe mit der in Tel Aviv lebenden Singer-Songwriterin geplant.

Neben Konzertauftritten der jungen, außergewöhnlichen Künstlerin mit ihrem besonderen Autoharp-Instrument sind für Kamis Aufenthalt in Deutschland zugleich auch mehrere Diskussionsveranstaltungen mit ihr vorgesehen, in denen es nicht nur um Musik, sondern auch um jüdische Identität gehen soll: Am 10. und 11. Mai wird sie jeweils in einer von der Gedenkstätte Ahlem in Hannover organisierten Matinée zu hören sein, bei der Kami mit Schülern und Schülerinnen über das gegenwärtige Leben in Israel diskutieren wird. Am 12. Mai wird sie im Rahmen der vom Künstlerkollektiv „Eat the frog“ organisierten Reihe „Work in Progress“ in der Trafostation Münster auftreten und über ihren kulturellen Hintergrund sprechen. Und am 15. Mai ist im „Lost Weekend“ ebenfalls ein Konzert sowie Interview vor Publikum geplant. Die Tour vermittelt damit zum einen Kamis Musik, aber ein weiterer wichtiger Aspekt besteht darin, freundschaftliche Begegnungen zwischen Israelis und nicht-jüdischem Publikum zu ermöglichen, um letzteren eine lebendige Idee des weiten Spektrums jüdischer Gegenwartskultur zu vermitteln.

Über die Künstlerin: Kami Maltz wurde 1989 als älteste Tochter des Cellisten Enrique Maltz (Israel Philharmonic Orchestra) und der Flötistin Margalit Gafni (Israel Symphony Orchestra Rishon LeZion) in Israel geboren und bewegt sich seit ihrer frühen Jugend in unterschiedlichsten musikalischen Genres, die von Pop über Folk bis zum Jazz reichen. Kamis Alleinstellungsmerkmale sind ihre Stimme und die von ihr gespielte Autoharp – eine Kastenzither, die gewöhnlich für Bluegrass und Country verwendet, von Kami jedoch für eine vollkommen andere Musik eingesetzt wird: ein mit elektronischen Elementen angereicherter melancholischer Folk von einer unprätentiösen Schönheit. Besonders interessant an Kamis Musik ist die Tatsache, dass es ihr gelungen ist, zwei sehr unterschiedliche musikalische Traditionsstränge zu einer gelungenen Symbiose zu vereinen: auf der einen Seite der vor allem in ihren frühen Kompositionen deutlich hörbare Einfluss traditioneller jüdischer Musik und auf der anderen Seite der in der Traditionslinie von Musikern wie Nick Drake oder Joni Mitchell stehende englisch-amerikanische Folk. Kami gilt mittlerweile nicht nur als eine der weltweit besten Interpretinnen von Joni Mitchell-Songs, sondern auch als diejenige Musikerin, die der (vor wenigen Jahren noch als eingestaubt geltenden) Autoharp neues musikalisches Leben eingehaucht hat. Sie hat bereits zwei EPs veröffentlicht und mit namhaften Künstlern aus der Bluegrass-Szene zusammengearbeitet. Anhand der Aufrufe ihrer Videos zu urteilen, gelingt es ihr, selbst solche Publikumsschichten anzusprechen, die sich traditionell eher unempfänglich für jüdisches Kulturgut zeigen. 

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