Mog in großer Not

Judith Kerr, Ravensburger Verlag, Ravensburg 2014

Alter: Zum (immer wieder) Vorlesen, zum (immer wieder) selber Lesen, zum (immer wieder) Bilder Betrachten.

Besonderheit: Die Schriftstellerin und Künstlerin Judith Kerr ist die Tochter von Alfred und Julia (geb. Weißmann) Kerr. Bevor die größeren Kinder und Jugendlichen mit ihr als Autorin des preisgekrönten Buches „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ (und den durchaus lesenswerten Folgebänden) Bekanntschaft machen, können das die kleineren bereits mit den Mog-Bilderbüchern tun. Das, was Judith als Kind erlebt hat, die Flucht ihrer Familie aus Berlin und dann von Land zu Land, das lässt sich im Zusammenhang mit ihren Büchern Kindern jeden Alters auf eigene Art und Weise vermitteln. Judith Kerr, die als feine alte Dame in London lebt, nimmt bis heute Briefe von Kindern, die etwas zu ihren Büchern zu sagen haben, entgegen. Mit der englischen Originalausgabe lässt sich wahrscheinlich auch, da treffenden Sätze sehr klar sind, Englisch lernen.

Inhalt: Wer eine Katze oder ein Kater hat, wird sich über die Alltags-Abenteuer von Kater Mog nicht wundern. Die nur leichten Überzeichnungen machen die Geschichten so liebenswert. Die klaren, farbenfrohen Illustrationen tun das Ihre dazu. Wer solche Geschichten erzählt, weiß, wie es in Familien zugeht und wie Katzen denken (zudem erfährt man etwas über die englische Lebensart, so verhilft Mog – eher versehentlich – einmal dazu, einen Einbrecher zu stellen, der allerdings nach der größten Aufregung auch eine Tasse warmen Tee gereicht bekommt) . Im letzten (noch nicht ins Deutsche übersetzten) Band stirbt Mog. In England verursachte das eine kleine Aufregung unter den Fans, obgleich das nichts anderes als konsequent ist. Mit Engelsflügeln ausgestattet steigt er senkrecht in den Himmel auf.

Besser als andere Bücher, weil die Sorgfalt jeden Arbeitsschritts, die hinter den Mog-Büchern steckt, spür- und sichtbar ist, ihre eigentliche Qualität ausmacht.

Kleine Kritik:

Artikel „Jüdische Allgemeine“:
https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/ideal-waere-ein-wort-zum-wochenende/16656/

Weitere Mog-Bücher werden folgen.

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